Spielerische Transformation

Spielerische Transformation

„Culture eats strategy for breakfast, lunch and dinner“ 

Das Zitat von Peter Drucker hat in der VUCA-Welt, also der von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität geprägten Unternehmensrealität, weiter an Bedeutung gewonnen. Denn gerade in komplexen Situation scheitern eindimensionale Strategieanpassungen sehr schnell. Nachhaltige Transformation braucht einen Dreiklang aus Mensch, Organisation und Technologie – Gamification-Methoden schaffen eine Kultur der Augenhöhe, Grundvoraussetzung für mitarbeiterzentrierte Veränderung.

 

Wir schreiben das Jahr 2030: Unternehmen rekrutieren Mitarbeiter mittels implantierter Bio-Chip-Daten, der Bundestag organisiert sich in Schwärmen und eine künstliche Intelligenz namens Quiri wird Vorstandsvorsitzende eines DAX-Konzerns. Ob dies Utopie oder realistisches Szenario ist, überlasse ich gerne Ihrer Einschätzung. Fest steht: Der Druck, innovativer zu werden, wächst exponentiell. Zum Vergleich: Blicken wir 13 Jahre zurück, so finden wir dort die Anfänge eines Megatrends, der unsere Märkte bis heute bestimmt: Apple begann damals mit der Entwicklung des iPhones, verdrängte damit in wenigen Jahren angestammte Anbieter aus dem Mobilfunkmarkt und läutete mit der App-Economy das Zeitalter der Digitalisierung ein. Digitale Disruption ist spätestens seitdem eine ständige Bedrohung unserer Kerngeschäfte.

 

Als klassischer Fachverlag mit Printprodukten war uns schnell klar, dass wir entweder zu den ersten Opfern der Digitalisierung gehören oder zu Tätern der digitalen Veränderung werden. Wir entschieden uns für die letztere Option und begannen mit der Transformation unserer Geschäftsmodelle, die uns beim manager magazin den Spitznamen „Kannibalen aus Freiburg“ einbrachte.

 

Die eigentliche Veränderung fand jedoch innerhalb der Organisation statt. Zwar können wir im Management gewisse Werte und Vorgaben für das Gesamtunternehmen ausarbeiten, aber wie die Kultur in den einzelnen Abteilungen und an unterschiedlichen Schnittstellen umgesetzt und gelebt wird, bleibt den Mitarbeitern in ihrer täglichen Arbeit überlassen. Sie müssen die Gesamtstrategie individuell für sich und ihren Wirkungskreis deuten und das große Ganze in weniger komplexe Einheiten herunterbrechen. Das Magazin brand eins attestierte uns vor zwei Jahren eine „sinnvolle Unordnung“, wir nennen sie das mitarbeiterzentrierte Betriebssystem.

Das mitarbeiterzentrierte Betriebssystem für eine erfolgreiche Transformation.

Die drei Dimensionen der Veränderung

Häufig greifen Unternehmen auf technokratische Methoden zurück, um den Herausforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden. Sie konzentrieren sich auf eindimensionale Anpassungen von Prozessen und Tools und vergessen dabei zwei wichtige Dimensionen: Die Menschen und die Strukturen, in denen sie arbeiten.

 

Eindimensionale Veränderungen können zwar kurzfristigen Erfolg bringen, aber nachhaltige Verhaltensänderungen sind davon nicht zu erwarten.  Verantwortung neu verteilen, Karrierepfade anpassen, mit Machtverlust umgehen, Feedback geben – das sind nur einige der Herausforderungen des Wandels. Der wichtigste Faktor und gleichzeitig auch der Schlüssel zum Erfolg ist der Mensch.

 

Mehr denn je brauchen Unternehmen heute Menschen, die Veränderung treiben, mit unternehmerischem Denken mutige Experimente wagen und dadurch das Unternehmen voranbringen. Wer sein Unternehmen auf Erfolgskurs halten will, darf sich nicht nur auf die Anpassung von Prozessen verlassen, sondern muss den Faktor Mensch und die Organisation mitdenken. Nachhaltige Transformation gelingt nur im sinnvollen Zusammenspiel von Organisationsdesign, Mitarbeiterbefähigung sowie Technologien und Tools.

Nur im sinnvollen Zusammenspiel gelingt eine nachhaltige Transformation.

 

Um die Veränderung mit Leben zu füllen, bieten sich intuitive Methoden aus dem Gamification-Bereich an. Diese „spielerischen“ Ansätze und Methoden schaffen hierarchiefreie Räume, machen Herausforderungen und Ziele intuitiv (be)greifbar, beziehen den versteckten Erfahrungsschatz und das Innovationspotenzial des gesamten Unternehmens ein und stärken die Motivation aller Mitarbeiter.

 

Welche Methoden es gibt, erfahren Sie in unserem nächsten Beitrag.



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Kommentare

  1. Karsten Bohlmann am

    hallo Joachim, der Ansatz ist vollkommen richtig, denn ohne den Menschen/Mitarbeiter und der Unternehmenskultur wird dies nicht gelingen, der Technologie-Part kann es nicht alleine richten. Ihr habt ein Konzept, da wäre doch Intrexx als Technologie-Plattform für Euch interessant 🙂
    Grüße Karsten

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  2. Gamification schafft Change, der Spaß macht! am

    […] zur Mitarbeitermotivation genutzt, entwickelte sich in letzter Zeit, wie auch Joachim Rotzinger in diesem Blogbeitrag zeigt, ein neues Einsatzgebiet: Die Transformation von Unternehmen. Wir unterhielten uns dazu mit […]

    Antworten

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