Haufe_Success Score_Erfolgsformel für Transformation

Haufe Success Score: Erfolgsformel für die Transformation

Laut einem Erfahrungswert des Harvard Business School-Professors John P. Kotter scheitern rund 70-80 Prozent aller Transformationsprojekte. Change-Projekte gleichen trotz einer großen Anzahl an Literatur, Tools und Trainings zum Thema häufig immer noch Himmelfahrtskommandos: Sie verfolgen ein ambitioniertes Ziel mit ungewissem Ausgang und sind potenziell riskant (für die Karriere der Verantwortlichen). Doch nach wie vor gilt:

 

“What you can measure you can manage.”

– Peter Drucker, US-amerikanischer Ökonom

 

Erfolgsmessung als Schlüssel zum Erfolg

Mit die häufigsten Ursachen für das Scheitern von Transformationsprojekten sind eine unklare Ziel-Definition sowie das fehlende Messen und gegebenenfalls notwendige Anpassen des übergeordneten Ziels und der Unterziele. Diese Erkenntnis führte bei uns dazu, dass wir im Rahmen von Rhythmix ein Tool zur agilen Erfolgsmessung entwickelten – den Haufe Success Score. Die Lösung sorgt mit einfachen Visualisierungen und mittels regelmäßiger Messungen dafür, dass in Transformationsprojekten die Ziele nicht aus den Augen verloren werden, und bietet so Orientierung im Wandel.

 

Transformationserfolg kann nur dreidimensional sein  

 

“We are always creating new tools and techniques to help people, but the fundamental framework is remarkably resilient, which means it must have something to do with the nature of organizations or human nature.” 

– John P. Kotter, Professor für Führungsmanagement an der Harvard Business School

 

Wir haben in unserem eigenen Wandel vom klassischen Fachverlag zum digitalen Unternehmen gelernt: Nachhaltige Transformation gelingt nur, wenn die drei wesentlichen Dimensionen für den Unternehmenserfolg sinnvoll zusammenspielen – das Organisationsdesign, die Mitarbeiter sowie Technologien und Tools. Aus diesem Grund werden im Haufe Success Score für jeden KPI stets alle drei Dimensionen parallel betrachtet. Ein KPI gilt nur dann als erreicht, wenn er sowohl auf der organisationalen, der Mitarbeiter- und der Tools-Ebene erfolgreich umgesetzt wurde.

 

Haufe Success Score: Von der Zieldefinition zur Zielerreichung

Der Weg zum Haufe Success Score besteht in der Regel aus drei Schritten – und ist ein so kurzer wie agiler Prozess.

  1. Optimalerweise steht die Erarbeitung eines Haufe Success Score am Ende einer Reihe von Gamification-Workshops, in denen Transformationsprojekte kollaborativ entwickelt werden. Besonders effektiv ist unserer Erfahrung nach folgender Prozess:
  2. Lego® Serious Play®: Mithilfe von Legosteinen „bauen“ die Teilnehmer ihre eigene Vision für die Lösung einer Herausforderung, diskutieren sie mit den anderen Teilnehmern und gestalten durch die Kombination der einzelnen Bauwerke ein gemeinsames Verständnis für das konkrete Projekt.
  3. Haufe Eigenland®: Dieses Tool eignet sich insbesondere für die gemeinsame Definition des IST-Zustand eines Prozesses oder eines Unternehmens. Ein Brettspiel aktiviert das unbewusste Erfahrungswissen aller Teilnehmer und bezieht viele verschiedene  Perspektiven ein.
  4. Haufe Metro Map: Mit einer Haufe Metro Map lassen sich Unternehmensprozesse übersichtlich visualisieren sowie Schwachstellen und Optimierungspotenziale identifizieren.
  5. Die Ergebnisse aus den Gamification-Workhops finden Eingang in einen Design-Thinking-Workshop, mit dem der eigentliche Prozess zur Erstellung eines Haufe Success Score startet. Zwischen acht und 15 Stakeholder aus dem Ökosystem bringen ihre verschiedenen Perspektiven ein und stellen so eine unternehmensweit einheitliche Sicht auf das Projekt sicher. Dabei definieren sie anhand der Metro Map sogenannte Impact Zones, also Unternehmensbereiche wie etwa das Talent Management, die das höchste Potenzial oder die größte Notwendigkeit für einen Change aufweisen. Diese Impact Zones werden anschließend in verschiedene Transformationskritierien wie etwa Talent Attraction heruntergebrochen. KPIs definieren Zielzustände in den drei Dimensionen Organisation, Mitarbeiter und Tools. Damit ist bereits nach dem Workshop ein wichtiger Etappensieg erreicht: Das Unternehmen verfügt über verbindliche und gemeinsame Ziele für das Change-Projekt.
  6. Idealerweise findet im weiteren Verlauf des Projekts einmal im Quartal für jedes Transformationskritierium eine Messung statt, um den Ist-Zustand mit dem angestrebten Ziel abzugleichen und ggf. Anpassungen vorzunehmen.

 

Hier einige Beispiele für Success Scores in der Bildergalerie, die PDF-Version gibt es hier zum Download. 

  • Haufe Success Score: Metro-Map
    Haufe Success Score: Metro-Map
  • Haufe Success Score: Impact Zones
    Haufe Success Score: Impact Zones
  • Haufe Success Score: Success Scoring
    Haufe Success Score: Success Scoring

 

 

Haufe Success Score als Industriestandard

Die Ergebnisse aus den kontinuierlichen Success-Score-Messungen bedeuten ein enormes Wissen um Prozesse in der Industrie. Gemeinsam mit unseren Kunden arbeiten wir aktuell daran, eine so große Datenmenge zu erreichen, dass wir einen Industriestandard bestimmen können – und Unternehmen so die Chance erhalten, nicht nur ihre individuelle Zielerfüllung zu kontrollieren, sondern sich auch am Benchmark ihrer Branche zu messen.

 

Erfolgsformel für die Transformation

Nur 20-30 Prozent aller Transformationsprojekte gelingen. Die Erfolgsformel

Spezifische 3D-KPIs für jedes Teilprojekt +
regelmäßige Erfolgsmessungen +
agiles Anpassen der Ziele und Aktivitäten =

Transformationserfolg

hilft Unternehmen, diese Quote zu erhöhen – und ihren eigenen Weg im Wandel zielgerichteter zu finden.

 

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Transformationsprojekten – an welchen Dimensionen messen Sie Ihren Transformationserfolg?

Kommentare

  1. Anne-Katrin am

    Die Vorbereitung der Veränderungen muss auch dreidimensional sein. Die Veränderungen dürfen nicht nur eine Idee der Geschäftsführung sein, die von oben nach unten gespuckt wird. Schön wäre es, wenn das Top Management die Bedürfnisse der Belegschaft sowie ihre Vision möglicher positiver Veränderungen berücksichtigt. Dabei können die Betriebsräte eine Moderationsrolle spielen. Darüber kann man sich auf https://www.betriebsrat.de/umstrukturierung-betriebsaenderung informieren. Die Betriebsräte sind nicht nur reine Arbeitnehmervertretung, sie sollten alle Interessen im Betrieb ausgleichen.

    Antworten
    • Michael Bursik am

      Liebe Anne-Katrin, die Vorbereitung ist wahrscheinlich der wichtigste Teil der Veränderung! Unsere Erfahrung zeigt, dass Gamification-Ansätze und mitarbeiterzentrierte Design-Thinking-Methoden gerade in der frühen Phase sehr gut funktionieren. Nur wenn alle drei Dimensionen frühzeitig berücksichtigt werden, kann man die Leitplanken für nachhaltigen Erfolg setzen. Betriebsräte können hier in einer mitgestaltenden Rolle einen wertvollen Beitrag leisten und selbst zum Treiber von Veränderung werden. Sven Franke, bekannt aus dem Augenhöhe-Film, begleitet derzeit die Bahn bei einem Projekt mit dem Titel: “Mitbestimmung Plus”. Hier eine kurze Lektüre dazu: https://www.haufe.de/personal/hr-management/selbst-gmbh-mehr-partizipation-fuer-das-individuum_80_407482.html

      Antworten

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