New Work Experiences_Neues Arbeiten neues Lernen_Felix Austria

Neues Arbeiten braucht neues Lernen

Prozessoptimierung durch Personalentwicklung bei Felix Austria

Was macht Felix Austria?

Permanente Innovationen bei Maschinen und Steuerungsprozessen beeinflussen die Produktionsbranche bedeutend. In einer zunehmend dynamischen und flexiblen Produktions- und Arbeitswelt intensivieren sich Konkurrenz- und Kostendruck. Auch für den Lebensmittelhersteller Felix Austria mit 200 Mitarbeitern und Sitz im österreichischen Mattersburg wurden diese neuen Herausforderungen der Industrie 4.0 spürbar. Das Unternehmen erkannte: Neue Methoden und Technologien für die firmenweite Zusammenarbeit im Produktionsprozess und die stetige Weiterentwicklung der Mitarbeiter werden in der neuen Arbeitswelt von immer größerer Bedeutung. Zwar hatten die alten Vorgehensweisen kurzfristig zu guten und schnellen Problemlösungen geführt, waren jedoch nicht nachhaltig.

 

Aus diesem Grund entschied sich Felix Austria einen ganzheitlichen Prozess zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter anzustoßen und in einem ersten Schritt durch Reflexion der Arbeitsprozesse ein gemeinsames Verständnis des Status Quo bei den Führungskräften zu schaffen. Die Dokumentation des bestehenden Wissens und die anschließende Entwicklung von analogen sowie digitalen Lernmedien bildeten schließlich die Grundlage zur Erarbeitung von Entwicklungsmaßnahmen für die Führungskräfte.

 

Im Vordergrund dieses Wandels stand für Felix Austria die Überzeugung, dass die Mitarbeiter einzig durch eigenständiges Handeln die für sie notwendigen Erfahrungen sammeln und diese dann auch zur Optimierung von Prozessen und zur Vermeidung von Fehlern im Produktionsvorgang nutzen können. Diese Überzeugung galt es, an die Mitarbeiter zu spiegeln. Neben jenen harten Zielen wie der Senkung von Fehlerquoten in der Produktion (insbesondere aufgrund der sehr hohen Hygienestandards in der Herstellung von Lebensmitteln) – und damit einhergehend auch einer Verringerung der Gesamtkosten – kamen deshalb auch wichtige weiche Ziele zum Einsatz: Wissenstransfer und individuelle Lernerfolge gehörten zu den wesentlichen Prioritäten des Prozesses. Für ebenjene weichen Faktoren setzte das Unternehmen auf die Verbesserung von Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, die Entwicklung von Kommunikations- und Führungsinstrumenten sowie das Bewusstsein für eigenverantwortliches Handeln bei den Mitarbeitern. Zur Erfolgsmessung des Projekts definierte Felix Austria quantitative wie auch qualitative Ziele und Teilziele, die der ständigen Standortbestimmung aber auch der Kursorientierung dienen sollten. Dazu zählen soziale Kompetenzen der Führungskräfte sowie Praxis-Wissen für neue Technologien, wie Wissensdatenbanken, Kollaborations-Plattformen und digitale Lernmedien. Denn auch hier ist der Lebensmittelhersteller überzeugt: Nur mit spezifischen Kommunikationsfähigkeiten und Kenntnissen im Umgang mit neuen Technologien können Führungskräfte ihre Mitarbeiter zu mehr eigenverantwortlichem Handeln befähigen und sie bei der Umsetzung unterstützen.

 

 

Welche Herausforderungen hat Felix Austria?

Die umfassende Einführung und Nutzung digitaler Technologien erscheint zwar in der Praxis meist erfolgsversprechend, jedoch werden damit verbundene Anstrengungen oftmals vernachlässigt oder stark unterschätzt. Da meist auch schnelle Erfolge bei diesen Projekten ausbleiben, gerät der erhebliche Zeitaufwand schnell in Kritik.

Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale Transformation liegt jedoch genau in der Kunst, Zeit und Geduld aufzubringen, um anschließend tatsächlich und nachhaltig von unternehmensspezifischen Weiterentwicklungen für eine neue Arbeitswelt profitieren zu können. Gerade der Aufbau und die digitale Verfügbarkeit und Nutzung einer Wissensdatenbank beispielsweise birgt das Potenzial, durch permanenten und dabei schnellen Zugang zu relevantem Wissen in einer kollaborativen Plattform dieses schnell und zielführend in Prozessabläufen und für Innovationen verfügbar zu machen.

 

Welche Chancen bieten sich Felix Austria?

Besondere Chancen ergeben sich zunächst durch die Integration von Mitarbeitern und Führungskräften in den Entwicklungsprozess. Denn Mitarbeiter einzubeziehen, bedeutet Mitgestaltung an der zukünftigen (Zusammen)Arbeit im Unternehmen. Auf diese Weise werden Tools durch das eigens eingebrachte Wissen und Design maßgeblich geprägt und erleichtern dadurch nicht nur den Umgang, sondern auch die Akzeptanz neuer Tools – eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Anwendung.

Nicht nur durch qualitative Ziele wie die Verbesserung der Kommunikation, sondern auch durch den Entwicklungsprozess selbst wird ein Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern auf einer partnerschaftlichen und vertrauensvollen Basis gefördert. Dies wirkt sich positiv auf die die Beziehungsebene von Führungskräften und Mitarbeitern aus und schafft somit eine positive Kommunikations- und Führungskultur im Unternehmen.

 

Quellen zur New Work Experience bei der Berner Kantonalbank

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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