Was Manager von Erkenntnissen vor 60 Jahren lernen können

Es gibt Menschen, die sind ihrer Zeit weit voraus, eventuell sogar zu weit. Der austro-amerikanische Ökonom Peter F. Drucker war ein solcher Mensch. Seine Theorien entstanden bereits in den 50er Jahren, weshalb moderne Management-„Gurus“ ihn mitunter als überholten Altvater der Managementlehre links liegen lassen. Doch heißt alt gleich schlecht, und neu gleich gut? Vergleichen wir doch Druckers Kernbotschaften mit den Management-Theorien von heute:

 

Druckers Theorie: Wissensarbeit muss im Gegensatz zu manueller Arbeit anders gemanagt werden – wie in einer Freiwilligen-Organisation.

Übersetzung ins 21. Jahrhundert: Von Top-Down zu Bottom-Up – Wissensarbeit, globale Vernetzung und Digitalisierung kehren die Entscheidungsprozesse um.

 

Druckers Theorie: Mitarbeiter führen ihre Chefs. Manager werden Moderator.

Übersetzung ins 21. Jahrhundert: Manager „entfesseln“ die konstruktiven Energien der Mitarbeiter und schaffen ein Arbeitsumfeld, in dem motivierte Mitarbeiter selbstständig arbeiten und die Verantwortung für ihre Arbeit und die Qualität der Ergebnisse übernehmen.

 

Druckers Theorie: Performance-Management liegt beim Wissensarbeiter selbst

Übersetzung ins 21. Jahrhundert: Performance-Management ist die wichtigste Aufgabe des Wissensarbeiters, um effizient und effektiv zu arbeiten. Manager fördern die Denkprozesse und unterstützen Arbeitsprozesse mithilfe von dialogischen Formen.

 

Betrachten wir Druckers Theorien näher, sehen wir, dass sie heute nach wie vor aktuell sind. Wir haben es häufig immer noch nicht geschafft, uns vom althergebrachten Command & Control zu entfernen. Höchste Zeit, dass wir damit beginnen!

 

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