New Work Experiences_Philips Österreich

Transformation in die neue Arbeitswelt kann so schön sein

Neue Arbeitsumgebung bei Philips Österreich

Beschreibung der Methode & Hintergrund

 

Worum geht es?

Mit dem Konzept sowie dem dazugehörigen Projekt „Innovative Arbeitsplätze“ möchte Philips Österreich der neuen Arbeitswelt standortübergreifend Tür und Tor öffnen: Durch eine innovative technische Ausstattung am Arbeitsplatz, eine inspirierende Arbeitsumgebung und die Auflösung klassischer Bürosettings wie Einzelbüros – und das auch in der Chefetage. Doch „Work Place Innovation“ bedeutet für Philips noch weit mehr: Die Initiative gilt als Katalysator für einen umfassenden Kulturwandel. Neben neu konzipierten Arbeitsplätzen sind dabei auch die Komponenten „People“ und „Technology“ entscheidend – moderne Ansätze mit funktionalen und gleichzeitig inspirierenden Räumlichkeiten sollen durch fortschrittliche Informations- und Kommunikationstechnologien die Kommunikation verbessern und mehr Raum für eine ausgewogene Work-Life-Balance schaffen.

 

Warum wurde diese Methode eingeführt?

Philips Österreich übersiedelte nach nahezu fünfzig Jahren sein Hauptquartier in Wien in ein neues Gebäude. Was geografisch nur einen „kleinen“ Umzug von wenigen hunderten Metern bedeutete, war inhaltlich dafür umso größer. Denn er sollte als Anlass genommen werden, die Art der (Zusammen-)Arbeit neu zu denken und so das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.

„Nicht nur der Ort, an dem wir arbeiten, hat sich geändert. Vor allem die Art, wie wir jetzt und in Zukunft tätig sind, unterscheidet sich grundlegend von der Vergangenheit“, so Philips Generaldirektor in Österreich, Robert Körbler. „Wir arbeiten flexibel, sind in ständigem Austausch miteinander und mit unseren Kunden und das alles in einer inspirierenden Umgebung, in der wir die innovativste Technologie einsetzen.“

 

Wie wurde diese Methode eingeführt?

Zentraler Erfolgsfaktor für den Umzug war die starke Einbeziehung der Mitarbeiter in die Ausgestaltung der neuen Bürowelt. Etwa 80 der rund 200 Mitarbeiter am Standort Wien arbeiteten in 17 Projektgruppen an den Details: Neben neuen Technologien wurde auch über Möbel, Materialien und sonstige Produkte basisdemokratisch entschieden. Dem Management war dabei die allerletzte Entscheidung vorbehalten, ansonsten lag die spezifische Neugestaltung maßgeblich bei der Belegschaft. Für die einzelnen Projekte waren Budgets vorgegeben, innerhalb derer die Projektteams frei entscheiden konnten. Intranet und Newsletter sowie Kurzvideos informierten über die aktuellsten Fortschritte und dienten als Tool für Abstimmungen innerhalb der kompletten Belegschaft.

Zusätzlich wurde für manche Bereiche Expertenwissen eines externen Immobiliendienstleisters für Bürogestaltung herangezogen. Doch auch die eigene firmenspezifische Expertise floss bedeutend in die neue Arbeitsumgebung ein – als Experte für LED-Beleuchtung galt es als selbstverständlich, die neue Bürowelt auch energieeffizient auszustatten: mit „intelligentem“ Licht, das sich tageszeiten- und aktivitätsabhängig automatisch reguliert bzw. ausschaltet. So spiegelt die neue Arbeitsumgebung auch auf technischer Seite den Innovationsaspekt des neuen Konzepts wider.

Für spezifische Tätigkeiten entstanden komplett neue Räumlichkeiten: „Touch Down“-Plätze für konzentriertes Arbeiten, Meeting- und Kreativräume für Brainstorming-Aktivitäten oder „Breakout Areas“ für informelle Besprechungen oder als Rückzugsbereich in Pausen. Die Philips-Mitarbeiter können im neuen österreichischen Hauptquartier auf insgesamt 4.000 Quadratmetern nun frei und flexibel ihren Arbeitstag gestalten und dabei aufgabenbezogen die jeweils passende Arbeitsumgebung wählen.

 

Reflexion & Ausblick

Nicht nur in Österreich, sondern weltweit hat Philips bereits über 30 Standorte nach dem Konzept Work Place Innovation geplant bzw. bereits eingerichtet, was einer neuen Arbeits(platz)welt für mehr als 12.000 Mitarbeiter entspricht. Intern wird dabei Philips Österreich als einer der Vorreiter angesehen.

Als positive Treiber gelten dabei im Kern zwei Aktivitäten: Transparenz und Einbindung der Mitarbeiter in alle Prozessschritte. Nicht nur, weil Kultur von innen heraus entstehen muss, um erfolgreich zu sein, sondern auch als klares Zeichen der Wertschätzung. Die positive Annahme des Veränderungsprozesses spiegelt sich in der vor und nach dem Umzug durchgeführten Befragung der Mitarbeiter wider: Die Ergebnisse nach dem Wandel zeigten eine hohe Zustimmung, sodass vorangehende Skepsis insbesondere im Hinblick auf Lärmbelästigungen und Produktivitätseinbussen durch positive Rückmeldungen über Freiheiten in Bezug auf Wahl des Arbeitsplatzes, hoch empfundene Lebensqualität und gar Stolz fürs Unternehmen großflächig ausgeräumt werden konnte.

 

Quellen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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